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Sonic Advance

geschrieben von Klaus Reiss

Hersteller: Sega
Genre: Jump 'n Run
System: Game Boy Advance, PAL-Version
Besonderheiten: automatische Speicherung, Gamecube-Link möglich
USK (ESRB): ohne Altersbeschränkung
Spieler: 1-4 Spieler
Testmuster von: Infogrames

Für mich als "Sonic"-Fan war es bisher undenkbar ein solches Spiel auf einer anderen Konsole als einer aus dem Hause Sega zu zocken. Nun, die Zeiten ändern sich, Sega hat seine Hardwareproduktion eingestellt und entwickelt seither für seine bisherigen Mitbewerber. Mit "Sonic Advance" für den GBA liegt uns nun eine Umsetzung bzw. Weiterentwicklung aus den guten alten 16 Bit-Zeiten vor, in diesem Test werden wir klären, ob das Modul seinen Preis von ca. 55 € wert ist.

Genau wie in den seeligen Mega Drive-Zeiten dürft Ihr in diesem wunderbaren 2D-Jump 'n Run mit Highspeed durch die grafisch superb gestalteten Welten rasen.

Screenshot 1

Am Spielstart entscheidet Ihr Euch zwischen insgesamt vier verschiedenen Charakteren (Sonic, Tails, Knuckles oder Amy). Jede dieser Figuren hat unterschiedliche Fähigkeiten, die es geschickt einzusetzen gilt, um Dr. Eggmann an seinem Plan alle Tiere in Roboter zu verwandeln zu hindern.

Sonic's Spezialität ist die Rollattacke, mit der er seine Gegner ausschalten kann. Tails, der Fuchs, dagegen hat zwei Schwänze, die er als Propeller einsetzen und so einige Zeit wie ein Helikopter in der Luft schweben kann.

Knuckles ist der Muskelmann in diesem Quartett, er zertrümmert Felsen oder erklimmt mit seinen scharfen Krallen senkrechte Wände.

Mit Amy als Spielfigur verfügt Ihr über einen mächtigen Hammer, der den Feinden das fürchten lehrt.

Screenshot 2Wie schon Eingangs erwähnt, fühlen sich Mega Drive-Besitzer sofort im Spiel zuhause. Die bunten Welten müssen von links nach rechts, teilweise in affenartigem Tempo durchquert werden. So genügt es an vielen Stellen Eure Spielfigur in eine Richtung zu steuern und Ihr beim Laufen eines Loopings oder beim Downhillrennen zu zusehen.

Der eigentliche Reiz des Games liegt aber nicht im sturen "durchrasen" der einzelnen Levels, sondern im suchen und finden von verstecken Wegen und Geheimnissen. Hierzu ist es natürlich notwendig jeden Level öfter als nur einmal durchzuspielen.

In den einzelnen Abschnitten trefft Ihr auf verschiedene Gegner wie z.B. Krabben oder Speerspitzen, die Euch bei schlechtem Timing Eure bis dahin gesammelten Ringe abnehmen. Gelingt es aber 100 Ringe zu ergattern, werdet Ihr dafür mit einem Extraleben belohnt. Sollte einmal gar kein Ring im Inventar sein und ein Gegner greift an, so gebt Ihr rasch den Löffel ab. Könner des Spieles verstehen es deshalb immer einige Ringe zu behalten.

Screenshot 3Immer wenn Ihr eine der knallbunten Welten durchlaufen habt, wartet Dr. Eggmann mit einem Endkampf auf Euch. Bei diesen Kämfen lohnt sich dann der Trick, die immer wieder bei einem Treffer davonfliegen Ringe einzusammeln und dadurch die eigene Überlebenschance zu erhöhen.

Wer die Abwechslung sucht darf auch zusammen mit bis zu vier Freunden in die Welt des Sonic abzutauchen, indem Ihr Eure Game Boy Advance via Linkkabel verbindet. Steht Euch hier nur ein Spielmodul zur Verfügung, so ist der nur erste Level freigeschaltet, hat aber jeder Mitspieler ein solches Modul, so dürfen alle Welten gespielt werden.

Um das Game abzurunden, gibt es noch eine Chao-Zucht, bei der es darum geht die Wesen aufzupäppeln und später auf Wunsch auch noch im Gamecube-"Sonic" gegeneinander antreten zu lassen.

fazit

Sicherlich werden sich die Geister bei "Sonic Advance" scheiden. Aber Retro-Fans werden Ihre helle Freude an diesem fantastisch aussehenden Game haben. Leider ist der Modulpreis sehr hoch, daher muss jeder selbst entscheiden, ob Ihm dieses Spiel den hohen Anschaffungspreis wert ist. Für mich war "Sonic Advance" auf jeden Fall der Kaufgrund für Nintendo's neuen Handheld!


grafik: 9.5 | sound: 9.0 | gameplay: 9.0 | gesamt: 9.0
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