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Conflict Desert Storm

geschrieben von Philipp Arnold

Hersteller: Pivotal Games
Genre: Taktik Shooter
System: Xbox, PAL-Version
Besonderheiten: Unterstützt Memory Unit, komplett Deutsch
USK (ESRB): Geeignet ab 16 Jahren
Spieler: 1-4 (Splitscreen)
Testmuster von: eigene Anschaffung

Vor einiger Zeit brachte SCi Games einen Taktischen Shooter auf der PlayStation2 zum Golf Krieg heraus. Seit letztem Herbst ist das Game auch für die Xbox zu haben. Im Spiel übernehmt ihr das am besten ausgebildete Einsatzkommando der Welt. Euer Ziel ist Irakische Feindstellungen zu suchen, zu lokalisieren und auszuschalten.

Eure Spezialisten warten auf den Einsatz
Im Menü könnt ihr zwischen Einzelspieler, Optionen und Multiplayer wählen. Im Einzelspieler Modus könnt ihr zuerst eine Ausbildung abschließen, die euch über die Steuerung und verschiedenste Waffen aufklärt. Alle Ungeduldigen können aber sofort den Kampagnen Modus anwählen. Zu aller erst wählt ihr den Schwierigkeitsgrad und die Uniform aus. Nach einer ausführlichen Missionsbeschreibung und einem kleinem Video startet ihr eure erste Mission. Die erste Aufgabe besteht darin einen gefangenen Soldaten zu retten, der später in euer Team kommen wird. Nach vier Missionen ist eure Truppe komplett und besteht aus einem Team-Leader, Scharfschützen, Waffen- und Sprengstoffexperten. Jeder der einzelnen Soldaten ist von euch anwählbar, und hat seine eigenen Fähigkeiten die sich besonders im Startinventar bemerkbar machen. Eine Mission abgeschlossen kann sich jeder in eurer Truppe in seinen Fähigkeiten und Rangordnung verbessern, vorausgesetzt alle haben überlebt.

Missionsziele, und wie sie am besten in die Luft gesprengt werden
In den fünfzehn, sehr umfangreichen Missionen, die schon mal neunzig Minuten lang dauern können, ist es nur zwei Mal, pro Einsatz Möglich zu speichern. Deswegen sollten die Speicherpunkte sehr gut überlegt und nicht leichtsinnig verschwendet werden. Die Missionsziele bestehen meist darin, Panzer, SCUD-Stellungen oder sonstige Gebäude und Brücken in die Luft zu jagen, oder Gefangene zu befreien. Im laufe des Spiels bekommt man dafür immer mehr “Spielzeug“. Anfangs muss man jeden Panzer oder jedes Gebäude mit einer Panzerfaust oder Sprengstoff vernichten, aber nach und nach wachsen die Möglichkeiten solche Feindstellungen auszuschalten. Zum Beispiel per Luftunterstützung, Langstrecken-Artelleriegeschosse oder in manchen Missionen bekommt man auch einen Jeep oder Panzer zur Verfügung, die wie in Halo von mehreren Soldaten bedient werden.

Wenn einer der Teammitglieder vom Feind erledigt wird, und am Schlachtfeld stirbt, muss er durch einen neuen Soldaten ersetzt werden. Jener bringt aber keine Erfahrung mit und somit ist jeder Verlust für das Team schwer zu verkraften, da quasi jeder Schritt in Conflict Desert Storm seinen eigenen Spezialisten benötigt. Aber so leicht stirbt es sich nicht. Zuerst verliert der Soldat das Bewusstsein und kann Mittels eines Medi-Kits, das ihm einer der anderen Soldaten zuführen muss, geheilt werden. Solche Aktionen bringen sehr viel Spannung und hektische Momente ins Wohnzimmer.

Die Technische Seite
Das die Grafik nicht gerade der große Überflieger geworden ist hat zwei Gründe. Zum einen bieten die Wüsten Iraks und Kuwaits nicht gerade wunderschöne grüne Landschaften wie es z.B. bei Halo der Fall war, und dann ist noch die Tatsache das Conflict Desert Storm ein Multiplattform Titel ist, und das langsamste Pferd gibt eben das Tempo an. Unterschiede zur PS2 Version sind daher nur mit der Lupe zu sehen. Selbst die Stadtmissionen sind sehr einfärbig geworden und machen auch keinen besseren Eindruck als die trockenen Wüsten. Dazu mangelt es bei manchen Gegnerischen Panzern doch sehr an Detailreichtum. Der Sound ist meines Erachtens gut ausgefallen. Die In-Game Sounds sind alle gut gelungen. Doch der Soundtrack besteht lediglich aus fünf verschiedenen Tracks, die aber alle sehr stimmig sind. Dafür kann die eigene Musik von der Festplatte aus ins Spiel geladen werden (aber wer hat schon passende Militärmusik auf CD?). Die Künstliche Intelligenz der eigenen Soldaten und der Gegner ist sehr gut gelungen. Meist können sie vernünftig mit jeder Waffe umgehen, und jeden Befehl gut ausführen.

Multiplayer-Fun
Der eigentliche Höhepunkt des Spiels ist aber der Multiplayer Modus. Die gesamte Kampagne kann man mit bis zu vier Spielern im Splitscreen durchspielen. Das macht auf jeden Fall sehr viel Spaß. Also jeder der ein paar Kumpels hat die gerne zocken, sollte sich den Kauf des Spiels wirklich ernsthaft überlegen! Wobei der Augenarzt vielleicht empfehlen würde nur einen einzuladen, da der viergeteilte Bildschirm doch etwas zu klein ist, um eine gute Übersicht zu behalten. Das Game unterstützt aber kein LAN oder Xbox Live. Auch Deatchmatches wurden nicht eingebaut, bei Conflict Desert Storm ist eben Teamarbeit angesagt!

fazit

Wie es bereits der Kollege Arne Weber im PlayStation2 Test sagte, ist Pivotal Games mit Conflict Desert Storm ein gutes Game gelungen. Trotz der mäßigen Grafik, ist das Spiel jedem Taktik Spiel Liebhaber zu empfehlen. Die gut gelungene Steuerung, die tolle KI und der interessante Multiplayermodus, wird jeden Fan des Genres einige Stunden an den Bildschirm fesseln. Für den bereits angekündigten Nachfolger würde ich mir persönlich einen Xbox Live Zugang und eine etwas Farbenfrohere und Detailreichere Grafik wünschen. Also wie gesagt, allen Genre Fans würde ich das Game ans Hertz legen und allen interessierten empfehle ich, wenn möglich, das Spiel irgendwo anzutesten. (pa)


grafik: 7.0 | sound: 8.0 | gameplay: 8.5 | gesamt: 8.5
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