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Mario Kart DS

geschrieben von Sascha Gläsel

Hersteller: Nintendo
Genre: Funracer
System: Nintendo DS, PAL-Version
Besonderheiten: deutsche Spieletexte; mit Wi-Fi Onlinemodus
USK (ESRB): ohne Altersbeschränkung
Spieler: 1 - 8 (4 online)
Testmuster von: eigene Anschaffung

Mit der Veröffentlichung von Mario Kart DS läutete Nintendo kostenlose Onlinematches über die Wi-Fi Verbindung des Spielehandhelds ein. Doch auch abseits aller Onlinepläne hat Marios neuer Funracer eine Menge zu bieten ...

Mario Kart DSSelbstverständlich erwartet Solospieler wieder die gewohnten Grand Prix Wettbewerbe - und dass bei einer noch nie dagewesenen Anzahl an Rennstrecken. Jeder Wettbewerb, insgesamt acht an der Zahl, besteht aus vier einzelnen Rennen auf unterschiedlichen Kursen. Daher erwarten euch nach Adam Riese 32 (!) verschiedene Strecken. Davon sind allerdings nur die Hälfte auch tatsächlich neu. Die anderen sind Umsetzungen aus den bisher veröffentlichen Mario Kart Titeln für Super NES, Nintendo 64, GameCube und Game Boy Advance. Bei den Wettbewerben wird übrigends strickt getrennt. Es gibt Grand Prixs ausschließlich mit neuen und Rennserien ausschließlich mit alten Remake Kursen.

32 verschiedene Kurse - und noch gespiegelt dazu

Die meisten Grand Prixs müssen, wie gewohnt, erst einmal durch Siege freigespielt werden. Für jeden der drei Schwierigkeitsgrade (50 ccm, 100 ccm und 150 ccm) aufs Neue. Darüber hinaus erweitert ihr durch Erfolge auch noch die Phalanx der zur Verfügung stehenden Fahrer. Jeder hat persönliche Vor- und Nachteile. Mario und Luigi zum Beispiel sind gute Allrounder was Speed und Beschleunigung angeht. Bowser und Donkey dagegen warten mit mächtiger Spitzengeschwindigkeit aber lausiger Beschleunigung auf. Ein Toad kommt zunächst schnell vom Fleck, dackelt den High-Speed Schwergewichten aber etwas hinterher. Wie stark Stärken und Schwächen ins Gewicht fallen, hängt letztlich auch vom gewählten Kart ab.

Mario Kart DS

Kämpft ihr euch erfolgreich durch die Grand Prixs wählt ihr später aus bis zu sieben fahrbaren Untersätzen aus. Neben Spitzengeschwindigkeit und Beschleunigung hat eure Kartwahl auch darauf Einfluss, ob ihr mit höherer Wahrscheinlichkeit nützliche Extras bekommt. Auf den Strecken warten Itemboxen auf euch. Überfahrt ihr sie, erhaltet ihr per Zufall ein Extra. Neben bekannten Objekten, wie den zielsuchenden roten Panzer, einen Unverwundbarkeitsstern, den alle Gegner schrumpfenden Blitz oder einer Bananenschale gibt es auch neue. So nehmen euch zum Beispiel Tintenkleckse die Sicht, die plötzlich auf dem Bildschirm auftauchen, oder ihr laßt euch von einer riesigen umgeschnallten Rakete weiter nach vorne tragen. Einsammelbaren Münzen, über die ihr eure Spitzengeschwindigkeit steigern könnt, gibt es im DS Ableger der Reihe nicht.

Auswahl aus bis zu sieben Karts

Neben euren Fahrkünsten hängt der Erfolg also letztlich auch immer etwas vom Zufall ab, ob ihr ein nützliches Item zur rechten Zeit einsackt oder eure Kontrahenten euch mit üblen Extras einheizen. Gerade in der 150 ccm Klasse wird aber auch euer fahrerisches Geschick gefordert. Vor allem das proppere Sliden will gelernt sein. Denn nur so nehmt ihr Kurven ohne Geschwindigkeitsverlust. Drückt ihr zudem das Steuerkreuz beim Sliden schnell nach links und rechts bekommt ihr zusätzlich nach Beendigung des Herumschlitterns noch einen kleinen Turboschub als Bonus dazu. Absolutes Muss ist auch der Turbostart. Den Gasbutton zum rechten Zeitpunkt beim Count-Down gedrückt und ihr heizt wie eine Rakete aus den Startlöchern.

Mario Kart DS

Habt ihr euch schließlich durch siegreiches Abschneiden in allen acht Grand Prixs der 150 ccm Klasse die gespiegelten Kurse erfahren - alle acht Grand Prix Wettbewerbe wollen dann mit gespiegelten Rennstrecken noch einmal siegreich absolviert werden - ist noch immer nicht Schluss mit dem Solospielspaß. Schließlich warten neben dem obligatorischen Time Trial Modus um die schnellsten Zeiten noch zusätzlich die Herausforderungen auf euch. Dabei werden euch bestimmte Aufgaben gestellt. Ihr müßt zum Beispiel so schnell wie möglich durch nummerierte Tore fahren, Kisten zerdeppern oder Münzen einsammeln. Fünf Level mit je neun Aufgaben wollen gemeistert werden einschließlich Duellen mit Bossgegnern, diw ihr mit geschicktem Itemeinsatz besiegt.

Time Trial, Herausforderngen und Duelle

Doch das war immer noch nicht alles. Auch diejenigen Mehrspielerduelle, bei denen ihr an Karts befestigte Luftballons zum zerplatzen bringen müßt, übt ihr dank Computergegner auch alleine. Die Duelle sind dann auch der einzige Spielmodus, an dem ein weiteres Features des DS als allein die zwei Bildschirme genutzt wird. Ihr startet nämlich immer nur mit einem Ballon. Die anderen beiden müßt ihr erst aufblasen, indem ihr ins Mikrophon pustet. Mehr Spaß macht dieser Modus natürlich, wenn ihr gegen menschliche Mitspieler mit weiteren DS Geräten antretet. Immerhin dürfen sich bis zu acht DS Besitzer offline an die Ballons gehen oder sich in Grand Prix Rennen beweisen. Online stehen dagegen nur die normalen Rennen zur Verfügung und auch nur mit bis zu vier Rennspielfreunden. Zudem fehlt im Gegensatz zu Offline Duellen die Möglichkeit das Fahrerfeld mit CPU Gegnern aufzufüllen.

Mario Kart DS

Grafisch spielt der DS Ableger der Reihe auf hohem Nintendo 64 Niveau. Für DS Verhältnisse detaillierte Strecken - selbst die GameCube Strecken sind nur mit recht wenigen Abstrichen auf das DS übertragen worden - und selbstverständlich keinerlei Ruckler trüben das Gerase. Während auf dem oberen Bildschirm das Renngeschehen wieder gegeben wird, stehen auf dem zweiten wahlweise zwei Übersichtskarten zur Verfügung, auf der auch die Kontrahenten aufgeführt sind. Ihr habt also jederzeit den Überblick über Rückstände und eure genaue Position.

fazit

Mit Mario Kart DS hat sich Nintendo selbst übertroffen. Kein anderer Ableger der Reihe bietet so viel für sein Geld. Mächtig viele Strecken und Wettbewerbe sowie einen ungemein spaßigen Mehrspielermodus, vor allem offline. Online gibts leider nur Grand Prix Rennen. Und dann darf auch nur mit vier Spielern gerast werden. Die Strecken sind gewohnt abwechslungsreich, die Gegner in der 150 ccm Klasse gewohnt schnell und gnadenlos, was den Extra-Einsatz angeht. Wenn es euch nichts ausmacht, dass durch die Items der Faktor Zufall bei den Rennen mitspielt, bekommt ihr einen ungemein spaßigen und herausfordernden Funracer. Für mich persönlich neben Advance Wars Dual Strike der Kaufgrund für mein Nintendo DS (sag).


positiv:

  • sehr viele Strecken
  • abwechslungsreiche Kurse
  • viele Spielmodi
  • Onlinematches via Wi-Fi ...
negativ:
  • ... nur für vier Spieler und ...
  • ... nur Grand Prix Rennen, keine Duelle


grafik: 9.0 | sound: 8.0 | gameplay: 9.0 | gesamt: 9.5
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