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Second Sight

geschrieben von Sascha Gläsel

Hersteller: Free Radical; Codemasters
Genre: Action
System: Xbox, PAL-Version
Besonderheiten: engl. Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln; automatisches Speichersystem
USK (ESRB): Geeignet ab 16 Jahren
Spieler: 1
Testmuster von: Codemasters

Schwer verletzt kommt ihr in einer geheimnisvollen medizinischen Forschungseinrichtung zu euch. Ohne Gedächtnis zwar, aber dafür mit PSI-Kräften ausgestattet macht ihr euch auf heraus zu finden, wer ihr seit, wo ihr euch befindet, wie ihr dahin gekommen seit und was zum Teufel mit euch passiert ist. Wenn doch nur nicht diese plötzlichen Deja Vus wären, in denen ihr erlebt, wie ein Dr. Vattic mit einem Spezialkommando der us-amerikanischen Armee einem russischen Wissenschaftler und seinen Forschungsergebnisse in Sibieren in seinen geheimen Laboratorien nachstellt. Dieser hatte schon unter den Nazis PSI-Forschung betrieben.

Second Sight Xbox

Ihr erlebt die Abenteuer eures Alter Egos abwechselnd in zwei Handlungsträngen: Einmal in der Gegenwart als mit PSI Kräften ausgestattetes Individuum und als Dr. Vattic sechs Monate zuvor mit einem Trupp G.I.s in Sibirien. Während euch vor dem Sibirien Einsatz erst einmal eine kleine Waffenschulung erwartet, bringen euch die ersten Schritte in der Gegenwart den Gebrauch der PSI Kräfte näher. Ihr macht euch kurzfristig unsichtbar, legt Wachen mit einem gezielten PSI Hieb flach oder bewegt Gegenstände per Telekinese. Da ihr nur unzureichend bewaffnet seit, ist unbemerktes Vorankommen die klügere Wahl. Werdet ihr entdeckt, machen die Wachen mobil. Sucht euch ungesehen ein gutes Versteck, wie einen kleinen Schrank, und wartet ab, bis sich die Aufregung gelegt hat. Rambos haben aber auch eine Chance, wenn sie fleißig zurückgelassene Munition aufsammeln.

Second Sight Xbox

In Sibirien ist erst einmal Ballern gefragt. Mit einem Scharfschützengewehr bewaffnet macht ihr euch in das Innere der Gebäude auf. Ihr verschanzt euch dabei hinter allerlei Hindernissen um dann per Knopfdruck an der Seite oder über das Hindernis hinweg Gegner aufs Korn zu nehmen. Gerade beim Scharfschützengewehr kommt es der Übersichtlichkeit zugute, dass nicht wie sonst üblich der komplette Bildschirm in den Snipermodus umschaltet, sondern nur am unteren rechten Bildschirmrand das Zielfernrohr eingeblendet wird. Grafisch erinnert das Ganze vor allem durch die ähnlichen Modelle der Figuren an "Timesplitters 2". Kein Wunder kommen doch beide Spiele aus gleichem Hause.

erster eindruck

Habe jetzt etwas mehr als zwei Stunden in "Second Sight" verbracht und bin bisher sehr angetan. Ordentliche Optik, ein geheimnisvolles Mystery Szenario und schnell erlernbare Steuerung mit halbautomatischer Zielhilfe (Zielkreuz wandert automatisch auf den Rumpf des Gegners, kann mithilfe des rechten Analogsticks genauer positioniert werden um zum Beispiel Kopfschüsse zu landen) machen den Einstieg leicht. Während in Sibirien bisher gradlinig geballert wurde, ist das Geschehen in der Gegenwart spielerisch anspruchsvoller. Hier ist Schleichen und lautloses Ausschalten der Wächter angesagt in Verbindung mit kleineren Rätseln, bei denen eure PSI Kräfte der Schlüssel zum Erfolg sind.

Wer entdeckt wird muss aber nicht die Flinte ins Korn werfen, sondern schaltet mit gezielten Schüssen oder PSI Kräften die erste Welle an Wachen aus, bevor ihr euch verdünnisiert oder irgendwo versteckt, bis wieder Normalität eingekehrt ist. Lediglich die Kameraführung ist etwas hakelig: Ihr entscheidet euch entweder für eine feststehende Kamera ala "Resident Evil" & Co oder für eine echte Third-Person Ansicht (eine Ego-Ansicht gibt es ebenfalls - bei der könnt ihr euch aber nicht bewegent). An vielen Stellen solltet ihr die Perspektive wechseln, damit ihr den Überblick behaltet (sag).

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